Tagebuch meiner Yoga (Lehrer) Ausbildung mit 50plus & More

Midlife Crises?

Die kam hier noch immer nicht um die Ecke. Ich glaube dafür habe ich auch gar keine Zeit. Der aufregende „Annette wird 50″ Geburtstag liegt hinter mir. Noch mindestens zwanzig gute Sommer vor mir. Alle Energieräuber verschwinden endlich so nach und nach aus meinem Leben.

HolidayYoga  ist gut aufgestellt. Die 83jährigen Eltern sind trotz schwerer Krankheiten stark und tapfer. Beide haben sie nun auch je ein iPad für YouTube & Mediathek. O-Ton: „Fernsehen ist so furchtbar geworden“. Süss! Oh ich bin stolz auf die zwei Herzis.

Yoga übe ich begeistert seit 2006. Irgendwie komme ich aber hier nicht tiefer, nicht „weiter“. Yoga Workshops gibt es mittlerweile ja sehr viele, aber da fehlt mir  der rote „Annette Faden“. Den brauche ich immer. Mitten im super heißen Sommer 2018 machte es  Klick. Aber ganz von vorn….

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Elke & ANNA sind  Schuld!

Yogalehrerin Elke Biehl flashte mich bei einem sehr angenehmen, ausführlichen und dazu  „folgenschweren“ Beratungsgespräch bei Yoga & More in Berlin, nahe Ku´damm. Ich war von allem hier sofort angetan. Von dem wunderschönen und charmanten Studio, mit seinem herzlichen und stets engagiertem Team. Wie eine kleine Oase mitten in der City.

Asche auf mein Haupt!

Selbst als waschechte Berlinerin kannte ich Anna Trökes, leider bisher nur von ihren vielen Büchern. Aber als ich im heißen Berliner Sommer 2018 einen  10tägigen Meditations-Morning-Workshop buchte, vor allem auch  dank Elke , da wusste ich was ich seit Jahren verpasst habe. Oder auch nicht, denn….

Alles kommt zu seiner Zeit

Wie wunderbar ANNA uns  an und in die Meditation führte. Es war wie Mini Urlaub am Morgen. Begeistert ging ich jeden Tag 08 Uhr hierher. Dann wollte ich plötzlich, nach einem Gespräch mit Anna,  viel mehr. Bitte  glaubt mir: Ich wollte nie ein YTT = Yoga Teacher Training machen. Aber am liebsten hätte ich das komplette YTT mit ihr für 2021 gebucht. Nun ja, das wäre aber alles für mich alten Widder nun doch noch viel zu laaaaaaaange hin.

27 Grad  & 38 Grad

Yoga & More ist seit Jahren unter den TOP Studios in Berlin mit am Start. Da sie auch Hot Yoga anbieten, war es mir jedoch leider nie in den Sinn gekommen, hier einmal vorbeizuschauen. Denn ich mag eigentlich nichts über 27 Grad. Eigentlich. Dachte ich. Mittlerweile gehe ich gern morgens zum Silence Hot Yoga. Danach bin ich frisch geduscht und geföhnt und starte super fit in den neuen Tag.

Frühbucher Alarm

Da entdeckte ich auch für mich das YTT Poster. Wow. Und ich hatte nun genau noch eine Woche Zeit um 10% zu sparen und vor allem um nachzudenken,  meine Termine  für 2019 zu checken und mir zwei Yogalehrer und zwei Freunde zu schnappen, um sie ganz unter vier Augen zu fragen: Ob ich jetzt einen Sonnenstich habe? Oder doch nun endlich Midlife Crises? Ein YTT  in meinem Alter? Aber ich wurde eines besseren belehrt. Ihre Reaktionen waren liebevoll & wunderbar…

„Endlich machst Du das!“

Es kamen solche und andere liebenswerte  Sätze wie: „Annette, oh Du eröffnest damit total neue Yoga Horizonte!“ oder „Curvy Yoga und oder Yoga 50plus! Hey schütze dir das!“. Und „Wenn ich Zeit hätte würde ich sofort mitmachen“ und „Wann unterrichtest Du dann was und wo?“

STOPP!

Ich mache das hier nur für mich!   „Ja ja – das sagen alle, und dann unterrichten sie doch und werden gute Yogalehrer.“ Nun gut, ich habe unterschrieben. Wenn nicht jetzt, wann dann. Habe mein Leben etwas vor – aufgeräumt und bin nun sehr motiviert und auch etwas gespannt wer übermorgen da nun alles mit mir im Yogaraum sitzt. Noch zweimal schlafen.

Warum ich das hier schreibe?

Weil ich wenigstens einigen Menschen 50plus etwas Mut machen möchte! Sich endlich von Energieräubern zu trennen. NEIN zu sagen. Neues zu beginnen. Träume leben. Die Kinder sind gross oder sogar schon ausgezogen. Die bessere Hälfte ist nun hoffentlich auch gross oder sonst bitte auch endlich weg. Bitte kein Drama mehr.

Für Yoga ist es nie zu spät

Und man ist dazu nie zu dick oder ungelenkig oder ungeduldig. Ich habe ja selber erst mit knapp 40 angefangen. Ihr Lieben, ich hoffe ich kann vor lauter Lernen, Üben und! Überraschung: Arbeiten noch ab und an hier etwas über mein YTT schreiben…

 

20 + 1

20 super aufgeregte und dazu symphatische Yoginis (leider nur ein Mann dabei, deswegen plus 1) lauschten nach einem tanzenden und sehr herzlich und professionell vorbereitetem ersten Morgen des YTT mit spielerischer Vorstellungsrunde. Sowie auch später der Einführung von Yogalehrer Peter Federer (Rameshwar). Es war kompakt und spannend zugleich. Jede Frage wurde besonnen beantworten. Es ging um Karma und Achtsamkeit und Respekt und Zuhören …

Na das passt ja wunderbar!

Da wir nach jedem Block Yogalehrer Farhad eine eMail schreiben sollen, was wir so neu gelernt haben und welche persönlichen Erfahrungen wir gemacht haben und ob wir Fragen oder Wünsche haben, da nutze ich doch diese Gelegenheit hier gleich als mein My Yoga Tagebuch. Effizienz ist bei einem berufsbegleitenden YTT eh besonders wichtig. Daher auch gleich „on“.

Der achtgliedrige Weg nach Patanjali

Er stellt sich mir wie ein Steuerrad & Co beim Segeln auf. Eins bedingt das andere. Ohne bewusstem Yama wird es kein gesundes Niyama geben. Ach es geht doch eigentlich immer wieder um: Liebe dich selbst und es ist egal wen du heiratest. (Eva Maria Zurhorst) Alles fliesst und ist in Bewegung. Es kommt eh immer zu einem zurück. Verarbeitet oder nicht. Yin und Yang. Wie sollte es anders sein. Ordnung trifft Unordnung. Gewaltlosigkeit trifft Verletzung.

Karma Yoga & More

Wir 21 einigten uns mit Yogalehrer Farhad darauf, das alles Gesprochene hier im Raum bleibt. Und auch das jede Frage oder Antwort auch vorher wirklich von jedem überlegt wird. Erst denken dann sprechen. Mein Wunsch: Wenn wir uns auch nicht nur hier lang über Achtsamkeit unterhalten sondern auch ALLE dann am Ende des Tages zusammen aufräumen, und nicht nur der bezaubernden Karma Yogini das Stuhl & Decken Chaos überlassen. Das wäre ein Träumchen. Auch wie der Samowar funktioniert, das könnten und sollten noch mehr als zwei Schüler wissen. Ich werde es beim nächsten Mal ansprechen. Auch wenn ich mich damit sicher etwas unbeliebt mache.

Vom Schämen und Ankommen

Lange habe ich mich nicht mehr so geschämt wie vorgestern. Warum? Frohen Mutes und happy dazu, endlich meine fast drei Wochen Grippe überstanden zu haben, fuhr ich mit vollem Gepäck – aber mit ohne erledigten Hausaufgaben – zum zweiten YTT Weekend. Fataler Fehler. Das mit den Hausaufgaben…. Praxis Tage waren angesagt. Wir „durften“ alle eine Asanas (Übung) vor den anderen 20 Yogis „ansagen“. Mein Flehen und Betteln, hier heute hier nicht ranzukommen verzweifelt über Gesten und Augen – schon während die anderen, gut vorbereiteten Yogis dran waren – halfen bei der streng wirkenden und dennoch liebevollen Yogalehrerin Anusheh Petersson gar nicht. Auch ich kam dran. Mit dem Baum.

Gott sei Dank „nur“ der Baum.

Dachte ich. Aber Pustekuchen. Ich hatte auch nichts gelesen, „ich war ja krank“, pah aber das interressiert logo hier keinen, warum auch. Denn das ist auch Yoga und alles unsere Entscheidung, halt hier zu sein. Nun blieben mir nur meine zwölf Jahre Yoga Erfahrung mit vielen tollen Bäumen bei Valentin & Jo & Adam & Patricia & Stine & Kristin bei Spirit Yoga. Aber dass die hier bei Hot Hatha Yoga & More etwas andere Bäume praktizieren, das hatte ich vor lauter Aufregung natürlich vergessen.

Es ist sowas von anders…

… vor der Klasse als in der Klasse zu stehen. Noch viel viel viel mehr „anders“ als ich es mir je hätte vorstellen können. Puh, ich habe es überlebt. Ich wurde für meine Stimme und klare ruhige Ansage sogar etwas gelobt (Vorlesen & Atmen & Sprechen lernte ich mal in meinem ersten Leben in der Ausbildung zur Kindergärtnerin, dafür jetzt hier so dankbar!). Nie wieder ohne Hausaufgaben irgendwo im Leben anzutreten. Ja, in dem Moment bin ich auch hier als Schülerin in der wunderbaren Yoga Schule angekommen… Dankbar.

Decken Asana à la Ferri

Ordnungsfreak Farhad erklärte uns seine abendliche „Decken Asana“ – Falten & Atmen & Falten = Meditation. Und ob wir ihm nicht dabei helfen wollen. Das wir 21 Yoga Lernende es doch auch immer abends alle machen könnten. Danke, das lag ja auch mir sehr am Herzen, siehe hier weiter oben zum Thema Achtsamkeit. Alle 21 halfen abends mit. Es sind doch immer wieder die kleinen Dinge. Toll!

Ayurveda & Bikini Alarm

Heute kam ePost: „Liebe Teilnehmende der Ayurveda Grundausbildung, wir freuen uns auf euch und drei inhaltsvolle Tage! Die Ayurveda Grundausbildung findet in einem geschützten Rahmen statt und ist ein aufbauender Prozess. Yoga ist (nur ein) Teil des Ayurveda. Ein Kernaspekt in den Lehren des Ostens ist der liebevolle Umgang mit mir und anderen. Dazu gehören auch der Umgang und die Pflege mit dem eigenen Körper. Ein Element der Ausbildung ist die ayurvedische Selbstmassage. Snehana, „die Massage der reinen Liebe“, wird aus dem Herzen heraus gegeben, um neben den oberen Gewebestrukturen des Körpers auch die tiefen Ebenen unseres Energiekörpers und unsere Seele zu erreichen. Die Anwendung findet im Slip bekleidet statt. Option wäre ein Bikini.“ Aha.

Eigentlich

…dürfte es nicht „Yoga Lehrer Ausbildung“ heißen, sondern „ein aller erster Einblick von allem„. Denke ich so. Ich hoffe – ich wiederhole mich nicht hier im Laufe der acht Monate  all zu oft. Alle, die regelmäßig Yoga üben wollen, sollten das alles hier grundsätzlich und kompakt und mit rotem Faden hören und lesen und erleben und lernen dürfen. Denke ich so. Ja es ist immer gut zu wissen, warum wir etwas wozu tun. Mit Liebe. In den USA geht wohl schon jeder zehnte Yogi einmal im Leben auch in ein YTT, ohne es später werden zu wollen, sozusagen. Den Trend spüre ich hier auch. Wir sind ja eh immer fünf Jahre hinterher….

Auch nach 13 Jahren Yoga üben

…und Zunge reinigen, Ölziehen, Porridge & Ghee & Öle & More,nach all dem und noch mehr, da stehe auch ich auch hier noch immer hier sowas von am Anfang. Mit meinem derzeit viel zu viel Kapha Etwas Kapha schadet ja nie, vor allem im Alter, aber eben nur etwas. Mein Respekt wird hier mit jeder Minute des Eintauchens in diese wunderbare Yoga & Ayurveda Welt größer und größer.

Meine tiefste Dankbarkeit

… es endlich alles einmal so intensiv in dieser für mich absolut passenden Yoga Schule erfahren und erleben zu dürfen, wächst sekündlich. Es war eine der wichtigsten und richtigsten Entscheidungen in meinem Leben! Und meine Yoga Reise wird sowas von weiter gehen.

Ein YTT ist nichts für Feiglinge

Warum? Weil  das ganze bisherige Leben auf den Kopf gestellt wird. Innen und außen. Die Hüllen und Mauern und Retuschen fallen hier so nach und nach. Das auch nicht nur, weil wir zum Beispiel alle 21 Teilnehmenden am letzen Sonntag ja bis auf einen Mini Sauna Slip je auf einem Hocker saßen und uns mit allerbesten Ayurveda Ölen im warmen Raum nach Anleitung  selbst massieren durften. Eine wohlwollende warme Stunde lang. Jagata sagte uns später dazu: Wir wurden mit jeder Minute noch schöner. Oh das glaube ich ihm gern. Es war nach erster schamhafter Scheu, und ich glaube nicht nur bei mir, eine wunderbare Erfahrung. Habe mir MEIN Öl danach dann gleich für mich gekauft…

Jagata

Zu ihm ist aus meiner Sicht „nur“ so viel zu sagen: Er war mit seinen vier Modulen & Themen im Rahmen des 300h YTT  einer der Hauptgründe, warum ich es HIER gebucht habe. Wenn schon in Deutschland (und nicht mangels guter Englisch-Kenntnisse in Indien oder bei YL Hardy auf Gran Canaria), dann hier. Die Inhalte und die Struktur und Aura hier haben mich sofort überzeugt. Und! Ganz unter uns? Seine Augen auf dem Poster!

Mitten beim Unterschreiben des Vertrages kniete er, Jagata, plötzlich und das erste Mal vor mir.  Er pendelt ja immer zwischen München und Berlin. Ich wusste auch gar nicht das er im Haus ist. Warum er kniete? Da Farhad und ich saßen und kein Stuhl mehr im Raum war. Das mit der wortwörtlichen Augenhöhe, das sollte man nicht nur bei Kindern so machen. Kluger Mann.

Nachtrag nach 4 Monaten YTT:  Er hat mich nicht enttäuscht. Jagata toppte alles noch viel mehr,  mit seiner Aura, seiner Stimme und seinem Humor, seinen Bilder, einfach alles. Plus  die vielen weisen „Nebensätze“. Die mag ich bei ihm am meisten. Unbezahlbar!  Übrigens, Ihr braucht ihn  gar nicht erst zu googeln. Ihr findet nicht viel. Jagata müsst ihr wenn dann ERLEBEN. Punkt. Ja, auch wenn er gefährlich ehrlich und direkt ist, das hier alles auf offener – eigentlich  viel zu kleiner – Bühne.

Drei intensive Ayurveda Tage

…gepaart mit Tränen und Lachen und wieder mit zwei sich wiederholenden Albträumen liegen hinter mir und noch super viel – Gott sei Dank – vor mir. Großer Dank auch wieder und wieder dem bezauberndem Team von Yoga & More und dem täglichen super Ayurveda Lunch. Bitte gern noch die leckeren Rezepte…

Agni & Curvy

Unglaublich! Vor vier Wochen habe ich hier das letzte Mal etwas geschrieben. So viel ist zwischendurch passiert. Wo fange ich an? Knappe 5Kilo habe ich  mit Leichtigkeit verloren. Mit etwas mehr Yoga sowie einer moderaten, unkomplizierten Ernährungsumstellung. Ohne grosse  Verbote. Kein Hungern! Pionierehrenwort! Was hier mein noch immer zu wenig selber Kochen und Disziplin angeht, na klar – da ist noch viel Luft nach oben. Nun für mein Ziel: gesund und zufrieden alt zu werden…. denn

…wer nicht gut alt werden kann,
der sollte besser jung steben….

Was mache ich  anders?

Eigentlich nur das was man seit über 5000 Jahren weiss! Dank auch dem Ayurveda & Selbstliebe Weekend mit Jagata: Nun etwas weniger ärgern, denn das macht sauer und sauer macht nicht lustig sondern dick. Zu meinem Mini Morning Detox Programm nun noch täglich zwei anstatt nur einem Humpen lauwarmes Zitronen Kurkuma Wasser trinken. Danach übrigens, wenn möglich, 45min nichts anderes zu sich nehmen. Auch keinen Kaffee. Schwerfall…

Ach und übrigens …. so ganz nebenbei kocht morgens nun fast täglich 20min lang im Hintergrund mein „Ayurveda Wasser to go“ aus dem Hahn. Das schmeckt echt anders und wirklich gut. Sagt die, die immer was im Wasser drin hatte, Zitrone etc. Oh bitte probiert es alle die es noch nicht kennen oder und auch zu wenig trinken, wenigstens einmal! Unsexy ist hier nun mein Rucksack, mit Thermoskanne & Gemüse & Yogasachen & Co. Ich habe als Berlinerin kein Auto! Wozu auch? Aber noch mehr zunehmen wäre noch unsexy-er. FRAU Annette sollte sich also nun irgendwann entscheiden… Hat sie….

Tagsüber gibt es dann …so die Disziplin und Schweinehund es nicht anders wollen, und ich auch einkaufen war, alle 4-5h und somit maximal dreimal ein echtes und ordentliches Genießen, mit guten Ölen und logo mit noch viel mehr Gemüse, mehr Bitterstoffen und noch etwas weniger „schlechten“ Kohlenhydraten. Süßigkeiten sind und waren bei mir nie das große Thema für mich. Gott sei Dank. Nun aber auch weniger Kaffee und  Weizen und Käse und Wein. Letzteres, der Wein, fällt mir zum Glück  nicht schwer. Tut eher richtig gut.

Achtung! Vor und während und nach dem Essen – wenn möglich bitte auch 30Minuten  nichts trinken, damit das AGNI, das Verdauungsfeuer, nicht gleich wieder erlischt. Das merke ich übrigens total! Nein, keine Panik, es kommen hier jetzt keine Details.

So oder so

Befasse ich mich nun dennoch auch irgendwie immer mehr mit dem Thema „Curvy Yoga 50plus“. Da ich eh nie eine  90/60/90 hatte, aber sehr lange wenigstens doch meine Wohlfühl 42/44. Da möchte ich ich wieder hin. Dennoch: Wer wenn nicht ich…. weiss es besser, wie oft leider auch schmerzhaft und somit etwas deprimierend (ja – auch nach dreizehn Jahren begeistert Yoga üben) bestimmte Asanas für uns Kurvige sind. Trotz immer zwei Matten und guter Hilfsmittel. Ein immer schon schlanker Yogalehrer hat da einfach null Ahnung, kann er ja auch gar nicht haben. Oder er übt einfach mal mit einem Theater Fett-Kostüm sein XS Yoga.

Noch etwas zum Ankommen..

Unser echt klasse Philosophie- und Yogalehrer Peter Federer machte mit uns letztes Weekend eine Imaginationsreise in die Kindheit. Wir sollten uns an unser Versteck erinnern, wenn wir mal Ruhe haben wollten, träumen wollten, etwas verstecken wollten oder eben uns. Bis heute fällt mir nur eine Trauerweide am See ein, aber nicht als Versteck. Viel mehr dafür  eigentlich nur mein Kinderzimmer. Als Einzelkind mit Einzelzimmer vielleicht ja auch nachvollziehbar. Aber etwas ganz anderes ist mir sehr bewusst geworden.

Es gab bei mir  immer parallel zwei Pole

….in meinem ganzem Leben, nie nur den einen „Platz“. Das zieht sich irgendwie bis heute durch mein Leben. Das leider schon inflationäre aber so wichtige Wort „Ankommen“ ist ja nicht nur auch mit im Firmen Titel von HolidayYoga seit 2006 platziert. Es gibt keine Zufälle. Sondern es ist wohl meine eigene Sehnsucht und wird nun wohl mein eigenes  Thema werden. Und das aber auch nicht nur allein und mit und in mir selbst. Was einfach nicht ausreicht um komplett anzukommen. Das geht nicht , das verstehe ich nun auch so langsam richtig. Ein Mutmacher Hoch auf Yin & Yang.

Für Yin Yoga habe ich keine Zeit!

Höre ich mich zu Yogalehrer Hardy auf Gran Canaria 2014 antworten. Als er zu mir sagte: Annette, dein Yang Yoga ist ja gut und schön. ABER Du „brauchst“ auch YIN.   Recht hatte er. Heute kann ich es gar nicht mehr wegdenken. Ich gehe einfach nun noch mehr zum Yoga. Und der Drops ist ganz effizient und pragmatisch nach Annette Art gelutscht. Ihr lieben vielen Power Frauen da draußen und aber auch Männer. Bitte probiert YIN für Euch unbedingt einmal aus. Nehmt Euch nur einmal die Zeit. Auch wenn es sich so passiv anfühlt. Das ist es Null. Es tut soooooo gut, und macht auch ganz viel mit uns. In den Hüften liegen übrigens auch alle unsere seelischen Verletzungen.

Vom Loslassen & Dienen

Vorletzte Woche drehte sich nach dem sehr gut vorbereiteten und somit entspannten und so super wichtigen Yin Yoga Workshop mit Vanessa mal nix um mein YTT sondern – außer oft Yoga üben – einfach nur viel um meinen Geburtstag mit meinen lieben Eltern und Freunden. Endlich mal wieder ausgiebig am selbst ernannten Digital Detox Birthday bei 20Grad und Sonne feiern. Bis 02 Uhr morgens. Und das unter der Woche. Was für ein schöner Tag! Carpe Diem.

yoga reise marokko annette

Kamele & Strohballen

Danach holte mich dann die schlechteste Laune der Welt ein. Das hatte ich ja lange nicht mehr. Sie kam auch wenn ich ehrlich bin, nicht so ganz plötzlich um die Ecke. Nein, sie rollt sich bei mir, wie ein Strohballen immer dicker auf. Bis nix mehr geht. So halte ich – laut Aussagen von mir lieben Menschen – sehr lange etwas aus. Das wohl aber leider immer noch zu lange.

Und dann schlägt „es“ zu. Und ich dann leider oft verbal auch etwas. Ja ich weiß das ist nicht professionell. Natürlich nur 1:1 und das auch immer erst nach schon einigen freundlichen Vorwarnungen. So wie es Kamele wohl angeblich auch machen. Im Hot Yoga heulte ich dann erstmal über mich und die Welt, aber wenn ich ganz ehrlich bin, doch irgendwie mehr über mich. (Die Tränen sah ja hier keiner aufgrund der Schwitzerei, und wenn doch, dann ist es halt so)

Immer wieder L O S L A S S E N

Abends simste ich  mit YL Hardy. Für mich ist er einer der mutigsten Menschen und dazu einer der besten Yogalehrer der Welt und mein selbst ernannter Guru seit 2014. Es ging wie immer um Loslassen. Das war einfach mal wieder angesagt. Es werden sich neue Türen öffnen. Mit Menschen und auch vor allem Yogalehrern im Team, die wissen und halten was sie versprechen. Mein Kopf und Herz sind nun wieder leichter und offen und frei für neues… Dankbar.

Der achtgliedrige Pfad

War heute nochmal wieder Thema. Er besteht aus 1. Yamas – der Umgang mit der Umwelt 2. Niyamas – der Umgang mit sich selbst 3. Asanas – der Umgang mit dem Körper 4. Pranayama – der Umgang mit dem Atem (ja erst kommt der Körper, dann der richtige Atem, weil letzterer ohne guter körperlicher Verfassung auch sehr schwer ist) 5. Pratyahara – der Umgang mit den Sinnen 6. Samyama – der Umgang mit dem Geist 7. Dhyana – Meditation 8. Samadhi – die innere Freiheit Unser aller Ziel.

Besonders wichtig finde ich

…das mit YAMA der Umgang mit den anderen an erster Stelle steht. So bin ich auch „erzogen“ worden. Ein Freund sagte mal zu mir, man merke nicht das ich ein EINZELKIND bin. Da ich keinen Vergleich habe, nehme ich es als ein Kompliment dankbar an. Dafür kann ich schlechter streiten. Es hat immer alles zwei Seiten.

Heimspiel & Mut

Das letzte Weekend drehte sich beim YTT alles um mein geliebtes Vinyasa Flow Yoga mit der wunderbaren Yogalehrerin Cornelia Körster. Was für eine erfahrene Yogalehrerin! mit Ausstrahlung, Charme, Stil und Geduld und Liebe führte sie uns in den Flow. Für mich diesmal hier etwas „durchatmen“ und nicht ganz so schwer und viel und neu, wie sonst so alles, da ich einiges von 13 Jahren Vinyasa Yoga schon etwas „kannte“. Klar, wie gesagt, auch nur „etwas“.

Spannend ist es ja nun, es von der anderen Seite zu betrachten. Das „Mini-Unterrichten“ innerhalb der so herzlichen Ausbildungsgruppe fiel mir auch nicht ganz so schwer. Wie sonst das für mich total neue Hot Yoga mit anderen Asana und den dazu langen Textvorgaben. Was aber wiederum auch sehr gut zum Erlernen des Lehrens allgemein dient und ist.

Bumm! Klappe die Zweite

Wenn ich auch hier beim Unterrichten heute dabei absolut keinen Schüler „gesehen“ habe, sondern mich nur auf die Atmung & Text & Asanas & More konzentriert habe. „More“ bedeutete hier wohl eher nur „mich“. Sorry! So war es. Und aber auch dennoch ein erstes klitzekleines New Teacher Erfolgserlebnis. Und wieder „hat es Bumm gemacht.“ Denn mittenmang da auf der Matte, da wuchs doch plötzlich der zaghafte und für mich wirklich super mutige Wunsch, nun später vielleicht doch wirklich mal Yoga anzubieten, für absolute Anfänger 50plus zum Beispiel. Ja es rattert und wächst in meinen blonden Kopf.

Sankalpa

Und da es keine Zufälle gibt, gab es Sonntag Nachmittag noch dazu die Aufgabe, mal aufzuschreiben, warum wir hier das YTT machen. „Sankalpa“ (Herzenswunsch) Yes! Ich mache das YTT doch nun vielleicht nicht mehr „nur ganz für mich.“ Ausserdem, ein YTT macht man eh nie nur für sich selbst, ich glaube, wer diesen Weg geht, der verändert sich auf jeden Fall etwas und somit auch ein wenig sein nahes Umfeld.

Vom Opfer zum Schöpfer

Die Sieben Dimensionen in (leider nur) fünf aber dafür auch wirklich anstrengenden und aufreibenden Tagen mit Jagata . Oh was habe ich mich darauf gefreut. Das Herz Chakra kommt noch mal ausführlich in vier Wochen ran. Absolute Vorfreude! Wir 21 Teilnehmende sind  ja hier alle nun doch schon etwas vertrauter und irgendwie gefühlt endlich wirklich mittendrin. Oh es ist alles so spannend, so etwas von wichtig. Jedenfalls für mich. Erst ging es um das Chakra 1 um unsere Erdung, Stabilität, Mut und Gleichgewicht & Co. Dann Chakra Nummer 2. Partnerschaft, Lust, Lebensfreude, Sexualität, Gefühle & Emotionen & More. Dazu mal wieder ganz nebenbei …zig „Beziehungstipps“ nicht nur für DIE! Beziehungen wohlgemerkt, auch für Freundschaften, die Sache mit den Eltern & B2B. Super!

Neid & Dankbarkeit

Ich wünschte, ein jeder würde so etwas und besser noch in jungen Jahren erleben dürfen. Wir haben hier sogar U30 dabei. Und auch erstaunlich viele knapp Ü30. Toll! Da bin ich echt etwas neidisch. Denn das kann man m.E. nicht nur so einfach alles per Bestseller Yoga Lektüre lesen.

Dazu braucht es erfahrene Lehrer , das muss man gut geführt und gut getragen erleben. Im offenen und ehrlichen Austausch. Am besten auch bevor man sich auf Jobs und Partner und Kinderkriegen & More „einlässt. Es würde sicher so manches einfacher machen und genug gute und sexy Reibung gäbe es immer noch. Denke ich so. Gut daher auch nun hier für meine nun viel bewusstere „Rest Lebenszeit“

Vom Schrei(b)en & Loslassen

Laut und danach auch herrlich befreit wurde ich auch schon desöfteren, also im echten Leben, wenn es denn für mich sein musste und es wirklich nicht anders ging. Diese , ich nenne sie liebevoll „Urwaldschreie“ haben meine Eltern bei mir einmal aber da auch ganz heftig kennengelernt. Und zwei Exfreunde kennen das auch. Und hier meine ich nicht das „was ihr jetzt vielleicht denkt“.

Apropos: Nach meinem letzten und wirklich riesigen Liebeskummer, da war spontan der Schwarzwald dran. Was das Schreien betrifft. Als ich mit dem eBike meines Onkels da hoch und runter durch bretterte. Es war nicht geplant, es kam einfach so über mich. Dann war der Stein vom Herzen weg. Was für eine Befreiung. Daher: Ich fühlte hier bei der Dynamik Meditation (noch) nicht so viel, aber ich kann da auch total falsch liegen, das da gerade nichts raus muss, denn nur in der Wiederholung kommen wir uns allem näher….

So oder so

…vor allem wir Frauen, sollten öfters an passender Stelle auch mal „Eier“ zeigen und nicht immer alles nur dulden oder mit „gewaltfreier Kommunikation“ durchs Leben „tanzen“. Das bringt nix. Yin hin und Yin her. Und das das private oder berufliche Umfeld einen dann mal eine Weile nicht mag oder als Diva oder Zicke abstempelt. Haben sie also umsonst. Habe ich nun verinnerlicht und hoffentlich auch endlich kapiert.

Licht & Schatten

Gestern malten wir unser „Glitzerbild“ – so wie wir uns im Außen sehen und gesehen werden WOLLEN. Das fiel mir erst gar nicht so leicht. Selbstdarstellung. Raus kam dann nach 30min erstem Grübeln doch wieder NUR eine moderne Blondine, mit Handy in der Hand und Ring an der Hand  und einem Segelboot & Flugzeug & Bahn im Hintergrund. Auch irgendwie ja anstrengend. (Ja ich liebe auch die Bahn, aber nur  mit Klimaanlage & Sitzplatz, da kommt das Kapha durch.)

Verlobung 2.0

Ein „Ring“ an der Hand? Nach dem Motto: Zu zweit und dennoch frei sein. Treu! Und gern auch endlich forever. Mein Traum! Und doch sind da auch wieder diese zwei Pole…. Ach ich weiß es doch auch nicht. Aber ich kenne noch immer leider mehr klammernde und lähmende „Brauch“ Beziehungen, um mich herum, auch bei Yogalehrern, einfach so gruselig. Interessant waren auch für mich die anderen 20 Glitzerbilder von allen Yogis zu sehen. Ach was sind wir doch einfach alle nur liebenswürdige Menschenkinder. Und heute ging es dann direkt weiter mit unserem

Schattenbild

Dafür brauchte ich keine dreissig Grübel Minuten. Während des Bastelns & Malens sagte ich recht laut zu mir (und somit auch ganz bewusst hörbar für mein Umfeld), nee nee da geht Annette nicht freiwillig mit nach vorn. Eine knappe Stunde später stand ich als 5. von 7 der 21 Teilnehmenden freiwillig vor der YTT Gruppe und verriet anhand meiner Bilder meine Schatten & Ängste = Glaubenssätze.  War irgendwie etwas befreiend.

No Drama Baby

Heute ging es um weitere zwei Chakren und das Zusammenspiel, wenn denn überhaupt schon etwas fliest. Plus die ewigen zwischenmenschlichen Themen bezüglich Opfer Täter Retter. Das „Drama Dreieck“. Nenne ich es. Spannend. Ich merkte dabei, daß ich mit selbt ernannten Opfern so gar nicht gut umgehe und auch echt nicht umgehen kann. Daran ist wohl auch meine starke Mama „Schuld“ die trotz 33 Jahren MS fast nie jammerte. Jedenfalls nicht vor uns.

Wir hängen alle am Haken

Logo! Auch ich bin oft Opfer oder hänge am Haken. Wir alle. Aber wer will das schon und dazu das über sich selber hören oder gar spüren und wissen. Aber Opfer in meiner Nähe? Oh da kann ich so was von zum Täter werden. Das Schreibprogramm schlug erschreckender weise eben hier sogar Töter vor…. Aha.

Und was mache ich nun?

Hier mit all dem ersten Wissen darum? Ich versuche das in Zukunft anders zu sehen und nicht nur mit für mich oft eher nervigen Dosha Typen mit „VATA Überschuss“ einfach etwas wohlwollender und relaxter umzugehen. Aern auch mit Opfern. Ihnen allerdings weniger Beachtung zu schenken. Weil auch Täter oder Retter retten im wahrsten Sinne des Wortes nix.  Love it, leave it or change it.

Dance Dance Dance

Das aufregende und aufwühlende und erkenntnisreiche Modul mit Jagata zu den 7 Dimensionen liegt nun auch schon wieder 14 Tage hinter uns. Es steckte einigen von uns ganz schön in den Knochen, laut eigener Angaben. Na es wurde da ja auch recht viel aufgedreht & aufgemacht. Aber so wichtig, denke ich. Mir geht es seitdem irgendwie wunderbar. Schon fast ungeheuerlich. Ich hätte eigentlich irgendwie nur noch seitdem tanzen können, habe soviel Musik wie lange nicht mehr gehört und hatte auch keine Albträume, wie ja noch manchmal im Winter.

Intensive Yoga Praxis

Ein ganzes Weekend lang…. Hier  wurden viele Fragen gestellt und vieles geklärt. Und uns auch einige unserer Ängste etwas genommen. Einige. Danke du wunderbare Anusheh Petersson das hast du toll mit uns zusammen gerockt. Wir durften sogar heute Abend zum krönenden Abschluss dieses aktiven Wochenendes assistieren, sprich bei einer Hot Yoga Stunde still dabei sitzen und nur beobachten. Mutig! Zwei Schülerinnen nutzen sogar die Chance und haben zwei Asanas unterrichtet. So mutig und spontan wäre ich heute noch nicht gewesen. Chapeau. Assistieren hatte noch mal eine ganz andere Qualität als nur mitzumachen oder es für sich selbst zu lernen. Spannend.

Apropos: Pranayama habe ich dummerweise noch gar nicht vorbereitet, jedenfalls nicht hier zum Unterrichten, und ich kam damit natürlich als allererste gestern dran, na toll. Was stehe ich auch (echt zufällig) da ganz vorne rum. Mist. Aber danach kam ich noch mit dem halben Mond ran und den konnte ich etwas erklären – jedenfalls die Basics – da war es glaube ich schon zu merken dass ich mich die letzten Wochen etwas mehr damit beschäftigt habe. So oder so – liebe Annette – ich mache es ja dennoch für mich und nicht für den Lehrer. Und ja es hat auch echt etwas Spaß gemacht.

Man sieht nur mit dem Herzen gut

Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. („Der kleine Prinz“). Das vierte Chakra, das Herzchakra: (Universelle) Liebe & Heilung. Es bedeutet laut Sanskrit: Anahatha, nicht angeschlagen, unbeschädigt. Darüber hier etwas zu Schreiben, oh das hat ein bisschen gedauert. Vieles musste da von mir erstmal etwas verstoffwechselt werden. Das was vor knapp 14 Tagen einen ganzen Tag lang im Rahmen des YTT unser Herz-Thema betraf und war. Mit Jagata. Mit wem sonst. Puh, der Tag hatte es in sich. Ich weiss gar nicht wo ich anfangen soll.

Fangen wir mit den Fakten an

Das Herz Chakra liegt in der Mitte der Brust auf Höhe des Herzens. Aha. Die ihm zugeordnete Farbe ist hellgrün, wie meine Augen… das merke ich mir gut… Es liegt in der Mitte unserer sieben Hauptchakren und ist damit auch die „Brücke“ zwischen den unteren und oberen Chakren. Es dient uns, ob wir es glauben oder wollen oder nicht, als Verbindung zwischen den weltlichen und spirituellen Ebenen, zwischen uns als Menschen und uns als Seele. Sein Element ist die Luft. Und es geht hier um Themen wie Liebe, Vertrauen, Hingabe, Schmerz, Trauer, Vergebung , Karma.

Fühlen was ist.

Oder: „Ja, mein Lieber, wie tief ist doch die Menschheit gesunken, hol’s der Teufel! Man hat den Körper zum Schweigen gebracht, und nur der Mund redet noch. Aber was kann der Mund sagen?“ (Der berühmte Satz aus dem Film Alexis Sorbas)  Lieben was ist! Oder: Ist das wirklich wahr? Kann ich wissen das es wahr ist? Wie sieht meine Realität aus, wenn ich diesem Gedanken folge. Wie wäre meine Realität, wenn ich der neuen Erkenntnis folgte. Um es auch mit Byron Katie zu sagen.

You are not your mind.

Sagte Jagata mehrmals. Aber was machen wir lieben Menschen, wenn es ans Fühlen, also an das sogenannte „Eingemachte“ geht? F & F & F = Fight oder Fly oder Freeze. Aber wer ist wirklich ins uns? Who is in? Oh, unser Gehirn empfängt so viele Gedanken und bastelt sich etwas daraus. Natürlich mit unseren ja so bewährten Denkmustern und Ängsten und Glaubenssätzen, wie zum Beispiel “ Für Yoga bin ich zu dick oder zu ungelenkig oder zu alt.“ Das höre ich oft am Telefon bei der Yoga Reise Beratung. NEIN. Es gibt für Yoga kein ZU…

Auf sein Herz hören

Es ist daher immer besser, authentisch zu sein und J E T Z T oder zu einem zeitnahen und somit gegebenenfalls etwas besser passenden „unter vier Augen Zeitpunkt“ bei Fragen und Problemen, seine Gefühle zu benennen und rauszulassen. Auf sein HERZ zu hören. Es zu fühlen und es vor allem auch raus und sprechen zu lassen, danach zu Handeln. Just do it.  Sonst kommen die Gefühle eh irgendwann hoch und dann aber auch ganz woanders raus. Alle die unterdrückten Gefühle. Und nicht immer nur als „beherrschbare“ Kompensation. Sondern viel schlimmer. Versprochen. Das haben wir doch alle schon oft erlebt?! Oder?

Ein Mensch mit geöffnetem Herzchakra

Der liebt sich und alles bedingungslos. Er folgt dem Gefühl seines Herzens und lässt sich von ihm führen. Er gibt und empfindet reine bedingungslose Liebe, ganz hingebungsvoll. Er akzeptiert das auch für alle anderen Lebewesen. Seine (universelle) Liebe hat keine Erwartung, keine Bedürftigkeit. (Eigentlich so einfach und doch nicht leicht) In meiner Erinnerung  …und dazu um mich herum sehe ich im Job und in den Familien und leider und vor allem auch in der Liebe fast nur „Brauch-Beziehungen“ So nenne ich sie ja immer. Hatte ich selber leider oft genug.

Aber ich merke wie ich seit einigen Wochen oder fast Monaten, genauer genommen seit dem YTT, mehr mein Herz mehr  öffne. Noch etwas vorsichtig. Aber ich gehe es an. Denn ja auch ich wünsche es mir selbst und von ganzem Herzen nur noch mutige und herzliche und authentische Beziehungen (in der Arbeit & in der Freundschaft und vor allem in der Liebe) auf Augenhöhe. Letzteres gern nur noch einmal und dann wenn möglich für IMMER.

Das Leben ist zu kurz, für noch mehr
Glaubenssätze & Dramen & Spiele…

Ich begegne auf meiner Reise durch das Leben ja schon einigen offenen und echt tollen Menschen. Sie strahlen in ihrer Liebe von innen. Sie können sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen. Sie haben wahre Freude. Sie lachen daher meist auch viel. Damit meine ich nicht das zynische Lachen, was uns auch  in Berlin oft begegnet. Sie können echte Nähe geben und auch zulassen. Viele von Ihnen stehen auch auf meiner Yogi Bären Liste. Da wird mir beim Schreiben schon ganz aufgeregt und warm ums Herz….

Wann bin ich  so 100% mutig?

Und wann lerne auch ich endlich, dass ich niemanden zu irgendwas überzeugen muss. Im Job vor allem! Es kostet mich immer wieder so viel Kraft. Ja, ich bin da schon ganz gut auf dem Weg, aber hatte im Seminar dennoch oder vor allem deswegen dazu einen totalen Gefühlsausbruch. Und mich auch gerade eben wieder in einem Telefonat dabei erwischt, besser gesagt, jetzt hier beim Schreiben darüber gemerkt, da ist noch immer einiges zu tun Reflexion ist der erste Weg zur Besserung…

Es ist mir ein Herzensbedürfnis

…für Menschen da zu sein. Dem Grossen und Ganzen nach meinen bescheidenen Möglichkeiten zu dienen, irgendwie auch aus einem Gefühl der Berufung. Die habe ich Gott sei Dank gefunden. Aber ich darf halt (dafür) nichts erwarten. Nun sollte ich wenn möglich daher nur noch GEBEN & LOSLASSEN. Und alles fließt. Von allein, wie Wasser. Auch das Richtige und vor allem DER Richtige zu mir ….

Einen großen Dank an Jagata.

Mit dem wir traurigerweise nun auch schon unserer letztes Modul, jedenfalls im Rahmen des YTT, hatten. Er gab so unsagbar viel. Ich hoffe, er passt selbst gut auf sich auf… auch wenn er das selber nicht gern hören mag….glaube ich …

Schlaflos & heulend in Berlin
Vom Wegrennen (wollen)

Vorletztes Kapitel. Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Dabei ist schon wieder viel passiert, nicht nur ein klasse Workshop Intro mit Sebastian (Foto) sondern auch minus 6 Kilo und plus 3 Kilo, ja Prüfungsstress gepaart mit wenig Schlaf kann sehr schwerwiegende Folgen haben.

Aber vor allem eins vorab,
ich bin nicht weggerannt.

Dank meines Whats App Backoffice Guru & Support Yogalehrer Hardy und der wunderbaren Anusheh Petersson und der  YTT Gruppe. Aber von vorn. YTT Praxis Prüfung!  Die war nun am jüngsten Freitag angesagt. Das erste mal im Leben wollte ich eine Prüfung schwänzen ! Ehrlich. Ich hatte Respekt und Lampenfieber…

26 Asanas

Die der Hot (Hatha) Serie sollten heute in Wort und Tat abrufbar sein und wenn möglich natürlich auch mit Sanskrit Namen, gepaart mit spielerischer Leichtigkeit und authentischer und selbstbewusster Ausstrahlung auf der Bühne, sorry auf der Matte, vor Farhad Djabbari und über 20 aufmerksamen Ohren und Augenpaaren. Es gibt nichts besseres.

Meine Nerven lagen blank

Und das seit Tagen und Nächten. Das das nicht nur, weil ich leider doch final nicht genug geübt und gelernt habe. Alle zwei Tage reichte einfach nicht. Basta. Nein, und da zählt auch nicht, das ich im Yoga Reise Business gerade Super Last Minute Hochsaison habe. Und auch das es oft fast 40 Grad hatte und meine Mama zwei Wochen im Krankenhaus lag, logo, das interessierte auch keinen. Warum auch. Denn das interessiert ja „später“ vor den Schülern auch keinen. da gibt es keine Begründungen und Ausreden, da musst du auch durch. Sorry! Willst!

Dandayamana Dhanurasana!
Soll heißen: Ich kam mit dem stehenden Bogen ran. Gott sei Dank habe ich nachts um halb Zwei noch meine uralte und so treue Schlaghosen Yoga Hose gesucht und gefunden. Denn ich dachte, Annette wenn du vielleicht mit dem Bogen rankommst, dann musst du es vorführen können. Und da ich ihn leider immer noch nicht ganz schaffe, jedenfalls rechts, da hilft mir  ein Gurt oderben der Schlag.

Es war mehr als ausbaufähig.

Oder in Konzern Sprache gesprochen, ich habe Entwicklungspotential. Wusste ich schon vorher. Mein Klesha (Hindernis): Hierführ sozusagen als Methode 26 lange Texte auswendig zu lernen, liegt mir leider nicht so. Der (mittellange) Handschuh von Schiller war das letzte dieser Art des Lernens, woran ich mich erinnere.

Und das hier war ein ganzes
Kaufhaus voller Handschuhe.

Späte Blondinen Erkenntnis

Das ich mittlerweile nun dennoch wirklich überzeugt bin, das es die Basis für alles ist. Und ich früher oder später das so „auswendig“ Gelernte so sicher auch nicht mehr „brauche“, weil ich die Asana dann final einfach endlich so verinnerlicht und wirklich verstanden habe und das es automatisch mit der Beschreibung und dem Anatomiewissen von alleine läuft. Das ist jedenfalls mein Weg und somit das Ziel.

Karanas meets Asanas!

Samstag hatten wir, fast als Ausgleich, einen wunderbaren und sehr kreativen Karanas Workshop mit einer sozusagen Berliner Yoga Urgesteinin, mit der Yogalehrerin  Sabine Mangold ( die übrigens auch passend mit über uns klasse Yoga Reisen und auch mit ohne den ganzen Zeitgeist Schnick Schnack anbietet) Und hey auch sowas wie dieser Workshop hier, der so leicht wirkt, der geht auch nur mit einer absolut erfahrenen und tiefgründigen Yogalehrerin! Mein tiefster Dank & Respekt!

Karanas? Nein das ist kein Tippfehler, aber ja, das Wort Asanas steckt a bissl drin. Karanas sind unter anderem die helfenden oder fließend verbindenen. und oder vorbereitenden Übungen für die sogenannten Haupt Yoga Übungen. Können aber auch selbst welche sein. Auch sowas wie zum Beispiel der Sonnengruss.

Freestyle & Flow waren also heute angesagt. Aber wann fühlen wir uns so richtig frei? Wenn wir etwas verstehen und wirklich können. Dann können wir loslassen und fließen. Daher sage ich für mich auch symbolisch dazu: Erst die Pflicht und dann die Kür. Hat mir echt Spaß gemacht und wieder viel gelernt. Wenn ich auch wegen „Knie“ eher nur Zuhörerin und Zuschauerin war.

Für Sonntag hieß es dann…

….oh wir praktizieren vormittags nochmal „ein wenig“ mit Yogalehrerin Anusheh Petersson und nachmittags kommt Yogalehrerin Vanessa Pepper Pippali auch nochmal zu uns mit Yin & Klang. Klang eigentlich sehr entspannt, vor allem nach den letzten Tagen.

Aber erstens kommt es anders
und zweitens, als man denkt.

Denn: Als wir früh so mitten beim „ein wenig miteinander nochmal unterrichten üben“ waren, da kam plötzlich Farhad zur Tür rein. Und in dem Moment schlug die Energie im Raum total um. Die ganze Anspannung von Freitag war wieder da und gefühlt für viele von uns, mir auch, noch viel grösser.

Prüfungs Angst Klappe die Zweite

…..und die große „starke“ Annette brach erschöpft von den letzten Wochen im Selbstmitleid (Mähhhhh …. die anderen hatten auch hier Alle Urlaub etc. ) heulend fast zusammen. Die ganze Anspannung der letzten Wochen verschaffte sich Luft, eher hier jedoch in Form von Wasser (Tränen) und ich wollte nur noch weg.

Freitag wollte ich ja eigentlich auch schon erst gar nicht hin,  ehrlich, und das soll bei nur was heißen, aber jetzt, jetzt wollte ich wirklich 101% weg. Ja habe ich denn in den 8 Monaten hier gar nichts gelernt? Doch: Alles muss jetzt hier mal raus, die Anspannung, die Ausreden, die Ängste……fast wie beim Schlussverkauf:

Ich jammerte und heulte  und bockte wie eine ungeliebte und unausgeschlafene 3jährige. (Die Hörner hier auf dem Bild sind passenderweise zwei Radler) Und ich ließ es fliessen. Yogalehrerin Anusheh sah es und kam zu mir, hörte sich meinen ganzen Klesha Mist auch nochmal gute 5 Minuten an und sagte dann:

„Annette, ich möchte dich gern
„zwingen“ hier zu bleiben“.

Und genau das habe ich getan. Und vor allem gebraucht. Danke! Als ich dann mit dem liegenden Bogen und der Heuschrecke rankam, hatte ich ja zum einen „Knie“ (wirklich!) und dazu aber nun nicht die Schlaghose an. So war ich gezwungen diese zwei Asanas beide nur sozusagen anzusagen, ohne sie sozusagen mitzumachen.

Eine tolle wichtige Erfahrung

Vor ein paar Wochen gelang mir das bei der Kobra bei der auch so wunderbaren Yogalehrerin Cornelia Köster null und was soll ich euch sagen, heute war es für nich plötzlich viel besser, als mit zu machen. Klar, man sollte auch hier die Asana wirklich immer sehr gut kennen, mit all ihren anatomischen Besonderheiten. Aber ich weiß, ich wiederhole mich.

Habe ich eigentlich schon erwähnt, das in dem Moment, wo ich da vorn stand, die Tür aufging und Jagata rein kam. Hallo? Ist da draußen eine rote blinkende Lampe, wie im Aufnahme Studio beim TV Sender, die sagt: Alle mal reinkommen, jetzt wird es „interessant“  denn die Annette hat nicht gut genug gelernt. Ach ja die guten alten Glaubenssätze.

Ok. Nach einem Mini Herzanfall sah ich dann aber einfach kurz und tief in seine so zuversichtlichen und liebevollen Augen , atmete tief durch und legte dann (zwar lückenhaft und leider auch etwas monoton, aber einigermaßen ruhig) los.

Ihr erinnert Euch vielleicht? Seine Aussage zum Thema Meditation sowie Augen auf dem Poster vom YTT waren im August 2018 einige der! Gründe, warum ich den ganzen Bums hier und nicht woanders und vor allem JETZT machen wollte und blind unterschrieben habe.

Nach meiner Übung übrigens verließ Jagata auch wieder, mit ein paar charmanten und wohlwollenden Worten, den Raum (er arbeitet ja selber den ganzen Tag hier nebenan….) Genauso, wie er damals beim Unterschreiben des Vertrages plötzlich aus dem Nichts auftauchte, so war er auch an diesem Sonntag in genau diese 10min an meiner Seite. Tat gut.

Ich  habe großen Respekt vor ihm und seiner BIO und aber hier heute in der Situation leider nun auch etwas Scham. Warum? Weil er in meiner Situation hier garantiert schon viel viel mehr gelernt und somit gekonnt hätte mit seinem Ehrgeiz.

Yin ist sowas von nährend
Kuchen aber auch, leider …

Yogalehrerin Vanessa kam dann wie angekündigt und „geplant“ nach der Mittagspause zu uns ( fast alle waren mit Eis und Kuchen voll gefüllt als Nervennahrung). Sie spürte auch gleich sowas von dieser noch immer vorhanden Anspannung der letzten Tage hier im Raum und sie hat es mit ihrer herzoffenen und so liebevollen und starken Art geschafft, uns in ihren drei Stunden sowas von wieder zu Erden. Toll! Singen hilft. Und Kuchen hilft da doch eher ja nicht wie man sag, aber er schmeckte.

Abends kam dann Farhad nochmal zu uns, und mittlerweile fast nun allen volkommen fertigen aber wieder relaxten Yogis rein und erklärte unter anderem noch wie es weiter gehen könnte. Zum Beispiel mit einem dreimonatigen InternShip an September und danach auch mit der der ergänzenden 500h Ausbildung….

Ganz ehrlich? Mittags hätten vielleicht nicht gleich hier weit über 60% direkt das Internship sofort unterschrieben. Meine Meinung. Viele  waren doch recht fertig von den 3 Tagen. Nach dem erdenden und Yin & Klang aber, hier mit Yogalehrerin Vanessa, schon. Sie sollte daher etwas Provision bekommen! 😇 (Ich mag eher keine Smileys, aber hier muss jetzt mal eins hin…)

Bei Anusheh bedankte ich mich dann noch für Ihre so starke und liebevolle Konsequenz. Sie sagte dazu einfach nur: „Von Herzen gern, Annette.“ oh sie kennt mich ja schon ganz gut. Nicht erst seit heute weiß ich, das ich mit der Ausbildung unbedingt weiter machen will.

Die Dinkelbäckerei hier um die Ecke kann sich auch freuen. Denn auch ich habe noch nie so viel Kuchen, wenn auch „nur“ Dinkelkuchen „gebraucht“ und somit gegessen, wie in den letzten acht Monaten. Eigentlich bin ich gar nicht so eine .“Süße“, mal von Reis und Nudeln und Brot und Kartoffeln, oh je, abgesehen, aber hier war und ist es überlebensnotwendig.

So ihr Lieben, in 12 Tagen und 12 Nächten! ist große YTT Theorie Abschluss Prüfung. Und Peter Federer liefert den krönenden Abschluss mit einem Yoga Philosophie Tag. Und Anna Trökes ist an 18 August auch im Haus…. Es gibt einfach keine Zufälle….Wie schön….

Jetzt am Samstag 10 August
wird aber erstmal gefeiert.

Bei Yoga & More, wo sonst, beim Love ♥️ Festival! Kommt ihr auch? 14 Uhr geht es los, mit einem sehr wertvollen und bunten Programm, auch für Kinder, da stört der angesagte Regen uns null..