Yogalehrerin Daniela

Bis zu meinem 18. Lebensjahr lebte ich mit meinen Eltern, meiner vier Jahre jüngeren Schwester und dem Familienhund wohlbehütet in einer Kleinstadt im ländlichen Mecklenburg Vorpommern. Als ich nach dem Abitur einen Ort für mein Jura-Studium wählen musste, fiel meine Entscheidung schnell auf die Universität Greifswald – nur nicht zu weit weg von zu Hause und gemeinsam mit meiner besten Freundin. Als diese nach einigen Semestern beschloss, das Studium abzubrechen und stattdessen eine Ausbildung zu beginnen, wäre ich ihr am liebsten gefolgt. Meine Eltern waren von dieser Idee jedoch gar nicht begeistert. Also besuchte ich auch weiterhin fleißig die Vorlesungen und stellte zu meinem Erstaunen fest, dass es an meiner Uni viele weitere Studenten gab, mit denen ich mich richtig gut verstand. Vom Ehrgeiz gepackt, zog ich das Studium durch und legte wenig später als eine der Besten das Staatsexamen ab.

Zufällig las ich in einer Zeitschrift einen Artikel über ein Masterstudium in Südafrika. Ein Jahr im Ausland, neue Leute kennen lernen, eine völlig neue Kultur erfahren und zudem auch noch einen juristischen Titel erwerben, das hörte sich toll an. Ich hatte jahrelang Nachhilfe gegeben und Getränke ausgeschenkt und musste mir so um das Finanzielle keine Sorgen machen. Schnell überwand ich meine anfänglichen Zweifel, der neuen Herausforderung nicht gewachsen zu sein, und wagte das Abenteuer.

Südafrika war einfach fantastisch. Ich schloss viele neue Freundschaften, die Vorlesungen waren interessant und neben der Uni blieb genug Zeit, zu reisen und das Land zu erkunden. Leider verging das Jahr wie im Flug. Es war etwa drei Monate vor meiner Heimreise, als mir bewusst wurde, dass dies noch nicht alles gewesen sein konnte. Zurück nach Deutschland, Referendariat machen und mit dem Arbeiten anfangen? 60 Stunden pro Woche in einer Anwaltskanzlei, wahrscheinlich für den Rest meines Lebens? Ich war gerade mal 24 und da draußen gab es noch so viel zu sehen.

Als ich nach Deutschland zurückkehrte, hatte ich bereits den Plan gefasst, für ein Jahr Working Holiday nach Australien zu gehen. Ich verbrachte einige Zeit daheim bei Familie und Freunden und stieg schon zehn Wochen später in den Flieger nach Sydney. Hier fand ich bereits nach wenigen Tagen einen Job in einer Bar. Ich realisierte schnell, dass ich mit genügend Fleiß bereits für meine nächste Reise sparen konnte. Ich nahm mir einige Monate Zeit, den Kontinent zu bereisen, die meiste Zeit arbeitete ich jedoch. Vielleicht hatte ich damit in dem einen Jahr in Australien weniger Spaß und Partys als meine Freunde. Aber: als diese nach zwölf Monaten die Heimreise antraten, brach ich zu einer Weltreise auf und fieberte neuen Abenteuern entgegen.

In den folgenden acht Monaten bereiste ich ganz Mittel- und Südamerika und erfüllte mir damit einen weiteren Traum, endlich fließend die spanische Sprache zu erlernen. Weiter ging es mit Bus und Bahn von Helsinki nach Athen, gefolgt von 14 Monaten Südostsien.

Ende 2009 kehrte ich für einige Monate nach Deutschland zurück und veröffentlichte meine Erlebnisse und Abenteuer auf Reisen in meinem Buch „Einmal im Leben mutig sein“. Mit diesem will ich vor allem junge Menschen dazu ermutigen, auch mal über den Tellerrand zu schauen und die Welt zu erkunden.

Zu dieser Zeit wurde mir klar, dass ich irgendwie anders als die breite Masse war. Während meine Schul- und Studienfreunde an ihrer Karriere bastelten, heirateten und Kinder bekamen, recherchierte ich eifrig neue Reiseziele und Jobs in der großen weiten Welt und konnte es kaum abwarten, zu neuen Abenteuern aufzubrechen.

Ich arbeitete unter anderem als Kellnerin, Englisch-Lehrerin, auf einer Farm in Neuseeland und als Reiseleiterin in Norwegen. Und zwischen der Arbeit reiste ich auch immer wieder rein zum Vergnügen. Einfach den Rucksack nehmen, einen Flug buchen und ein paar Monate lang ganz allein mit den öffentlichen Verkehrsmittel ein oder mehrere Länder erkunden. Wandern, exotisches Essen genießen und vielleicht sogar eine neue Sprache erlernen – so verbringe ich meine Zeit am liebsten. „Always live life to the fullest“ ist schon lange mein Lebenmotto.

Im Jahr 2014 besuchte ich in Neuseeland durch Zufall ein Power Yoga Studio und war von dieser Art der körperlichen Betätigung sofort angetan. Ich hatte zwar schon vorher hin und wieder mal eine Yoga-Stunde ausprobiert, allerdings waren mir diese bislang zu langsam und ich fühlte mich nicht ausreichend gefordert. Beim Power Yoga war das anders. Wie mit allem, was mich begeistert, widmete ich mich meiner neuen Leidenschaft zu 100% und besuchte an manchen Tagen gleich drei Kurse. Hinterher ging es nach Hause in meinen Garten, wo ich das Erlernte festigte und versuchte zu perfektionieren. Schon bald spürte ich positive Veränderungen, sowohl körperlich als auch in meinem Kopf, und wusste, dass Yoga zu meinem Lebensstil werden würde.

Schnell wurde mir klar, dass ich die positiven Aspekte des Yoga auch anderen zugänglich machen wollte. Ich reiste nach Indien, um meine Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen und unterrichte seitdem Ashtanga und Vinyasa Yoga. Es bereitet mir Freude, meinen Schülern ein Gefühl der Verbundenheit und eine Lebensweise zu vermitteln, die ihnen hilft, gesünder und bewusster zu leben. Yoga ist für mich ein kontinuierlicher Prozess – eine Reise nach innen, die mich ständig erneut herausfordert, energetisiert aber gleichzeitig auch tief entspannt. Jede Yogapraxis ist für mich eine Art Meditation in der Bewegung.

Mein VINYASA YOGA  Jede Yogastunde ist kraftvoll und entspannend zugleich, vor allem aber abwechslungsreich, da sie einen unterschiedlichen Schwerpunkt hat. Wir beginnen mit verschiedenen Atemübungen (Pranayama), die ausführlich erklärt werden. Nach einer intensiven Aufwärmphase, bei der unser Körper geweckt und alle Körperteile mobilisiert werden, praktizieren wir kraftvolle Asanas.  Alle Haltungen sind miteinander durch überleitende Vinyasas verbunden sind und jede Bewegung ist mit der Atmung synchronisiert.  Es folgen kraftvolle Standhaltungen, die für Stabilität und Balance sorgen, Rückbeugen sowie Übungen zur Stärkung des Zentrums. Wir schließen unsere Praxis mit sanften Positionen am Boden, die Verspannungen lösen und die Haltung optimieren. Die Stunde ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet, da stets Modifikationen und Variationen angeboten werden.

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Daniela Konefke

Yogastile

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